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Kiiking instructions

If you always wanted to know how to build a kiik, how we at the German Kiiking Association e.V. in Bonn take care of safety or want to read the first tips on swinging, we have put together a few instructions for kiiking:

Building the swing

Schematic view of a Kiiking swing

Schemadarstellung einer Kiiking-SchaukelEine Kiik besteht aus einem Schaukelrahmen und einem Schaukelelement. Die Basis für den Schaukelrahmen liefert ein 3,90 Meter langer Basisbalken, von dem aus zwei etwas nach innen versetzte Seitenpfosten ausgehen. Der Basisbalken ist mit den beiden Seitenpfosten außen zusätzlich durch jeweils einen diagonalen Stützpfosten verbunden. Die obere Verbindung zwischen den beiden Seitenpfosten bildet die Spindel, die das Kernelement einer Kiiking-Schaukel darstellt. An dieser werden die beiden oberen Schäfte befestigt. Diese dienen als Halterung für die unteren Schäfte, die mit dem Schaukelbrett verschraubt sind. Die Spindel, die Schäfte und das Schaukelbrett bilden zusammen das Schaukelelement
Der Schaukelrahmen wird durch straff gespannte Drahtseile am oberen Ende der Seitenpfosten (Montagedrähte) sowie der Spindel (Arbeitsdrähte) aufrechterhalten. Diese sind mit einem der vier Bodenanker verbunden, welche die Schaukelstelle eingrenzen. Eisenketten und Drahtspanner dienen als Verbindungselemente zwischen Drahtseilen und Bodenankern. Die Bodenanker wiederum sind durch massive Eisennägel im Boden fest verankert.
Die Länge einer Kiiking-Schaukel lässt sich variieren. Hierfür kann man sowohl die Spindel als auch das Schaukelbrett ein- und ausfahren. Fixiert wird die jeweilige Einstellung mit Verstellstiften in den Seitenpfosten (Bolzen) und in den Schäften (R-Clips).
Beim Kiiking werden Hände und Füße gesichert. Dafür sind zum einen Sicherheitsklemmen an den unteren Schäften des Schaukelelements angebracht, an denen jeweils ein Sicherheitsband befestigt ist. Durch dieses Sicherheitsband werden die Handgelenksschlaufen gezogen, durch welche die Hände des Schauklers geführt werden. Zum anderen werden die Füße des Schauklers mit Hilfe von Fußgurten und einer speziellen Festbindetechnik am Schaukelbrett festgebunden.

Montage

  • Eine geeignete Schaukelanlage ist: übersichtlich, eben, grasbedeckt, frei von Hindernissen auf und im Boden, frei von Hindernissen in der Luft, mindestens 16x5 Meter groß
  • Eine Schaukelanlage soll sicherheitshalber mit einem Zaun abgegrenzt werden, damit Unbefugte und Tiere nicht leicht in die Schaukelanlage eindringen können. Die Schaukelanlage sollte nur einen Eingang haben
  • Die Bodenanker werden wie in Abbildung 1 angegeben platziert und ausgerichtet. Für die Abstandsmaße kann Tabelle 1 herangezogen werden. Dabei gelten die mit * markierten Werte für Schaftlängen, die über die in Spalte D genannten Werte hinausgehen, sowie eine Arbeitslast von mehr als 30 Anwendungen pro Tag
  • Vermessungsdaten für die KIKI-Modelle 1-3 von KiikEst
    Vermessungsdaten für die KIKI-Modelle 1-3 von KiikEst
    Platzierung der Bodenanker

    Ausmessen der Schaukelstelle

    Wir empfehlen geeignete Arbeitskleidung und -schuhe sowie Handschuhe für die Montage einer Kiiking-Schaukel. Schwere Schaukelelemente oder montierte Schaukeln dürfen nur von einer Gruppe von Personen gehandhabt werden
  • Der Basisbalken wird auf der ausgemessenen Schaukelstelle in der Schaukelanlage platziert und auf eine der Längsseiten gelegt. Die Kiiking-Schaukel wird in Bezug auf die Position des Basisbalkens montiert
  • Die Seitenpfosten werden basierend auf der Position des Basisbalkens angeordnet, wobei die Verbindungsstellen für die diagonalen Stützpfosten an den Seitenpfosten nach außen gerichtet sind. Unter den Enden der Seitenpfosten werden zwei niedrige Querbalken platziert, um die Montage zu erleichtern. Der obere Querbalken muss sich mindestens 20 cm unterhalb der Drahtanschlüsse befinden. Nun werden die Seitenpfosten am Basisbalken befestigt
  • Die Arbeitsdrähte werden an der Spindel, die Montagedrähte an den Seitenpfosten befestigt
  • Die Spindel wird auf die freien Enden der Seitenpfosten gedrückt und mit diesen verschraubt
  • Die diagonalen Stützpfosten werden auf die jeweiligen Stellen des Basisbalkens und der Seitenpfosten ausgerichtet und mit Schrauben befestigt
  • Das Schaukelbrett wird mit den unteren Enden der unteren Schäfte verschraubt
  • Die Schäfte werden außerhalb des Schaukelrahmens montiert. Dafür werden die Gewindeenden der oberen Schäfte durch die Spindellöcher geführt. Anschließend wird die Sicherheitsklemme zusammen mit dem Sicherheitsband auf die unteren Schäfte geschoben. Nun werden die unteren Schäfte in die oberen geführt. Die gewünschte Schaftlänge wird durch R-Clips fixiert
  • Aufrichten

  • Anbringen der Drahtseile: Die Montagedrähte der Seitenpfosten werden auf der Seite, auf der die Schaukel liegt, mit Spannhaken an mit den Bodenankern verbundenen Eisenketten befestigt. Die unbefestigten Spannhaken der Drahtseile, die zu den entfernteren Bodenankern führen sollen, werden auf diese gerichtet. Die Arbeitsdrähte der Spindel werden erst nach dem Aufrichten der Kiiking-Schaukel befestigt und festgezogen
  • Aufrichtungspositionen: Mindestens zwei Personen sichern die Position des Basisbalkens am Boden, indem sie mit sicherem Stand einen Fuß auf dieses aufsetzen. Eine weitere Person beginnt die Kiiking-Schaukel mit den Schäften nach oben zu schieben. Zusätzlich heben mindestens zwei Personen die Kiiking-Schaukel an den beiden Seitenpfosten an
  • Aufrichten: Zunächst wird der Schaukelrahmen an den Seitenpfosten. Anschließend wird er nach oben geschoben, während die Heber sich in Richtung des Basisbalkens bewegen. Die Person am Schaukelbrett schiebt den Schaukelrahmen anhand der Schäfte nach oben. Wenn sich die Kiiking-Schaukel in vertikaler Position befindet, bewegen sich die Heber der Seitenpfosten auf die andere Seite und halten den Schaukelrahmen oben, um sicherzustellen, dass der Basisbalken an seiner Stelle bleibt. Die dem Schaukelbrett zugeordnete Person hält die Kiiking-Schaukel stabil in vertikaler Position, indem sie die Schäfte weiter gegen die Spindel drückt. Nun werden die Montagedrähte der Seitenpfosten auf der anderen Seite der Kiiking-Schaukel an mit den Bodenankern verbundenen Eisenketten befestigt. Nach dem Anbringen aller Montagedrähte werden auch die Arbeitsdrähte befestigt
  • Horizontales Ausrichten

  • Schäfte: Die Schäfte müssen parallel zu den Seitenpfosten und auf den Basisbalken ausgerichtet sein
  • Basisbalken: Der Basisbalken muss gleichweit von allen Bodenankern entfernt sein. Ist dies nicht der Fall, muss er dementsprechend verschoben werden
  • Seitenpfosten: Die Seitenpfosten werden anhand der Montagedrähte ausgerichtet
  • Diagonale Stützpfosten: Die Seitenpfosten werden anhand der diagonalen Stützpfosten ausgerichtet
  • Prüfung: Das Schaukelelement wird auf seine Bewegung überprüft
  • Spindel: Die Spindel kann nun noch in ihrer Höhe verändert werden. Dafür werden die Bolzen in den Seitenpfosten gelöst, die Spindel durch das Schaukelelement nach oben geschoben und anschließend die Bolzen an geeigneter Stelle wieder zurück in die Seitenpfosten gesteckt. Abschließend werden die Arbeitsdrähte mit Spanngurten an den Bodenankern befestigt
  • Prüfung: Das Schaukelelement wird erneut auf seine Bewegung überprüft. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann es mit dem Schaukeln losgehen
  • Sicherheitschecks

    Damit sich alle Schaukler vollkommen auf das Kiiken konzentrieren können, überprüfen wir an jedem Tag unsere Schaukeln, um bestmögliche Sicherheit zu bieten

    Bodenanker

    Kiiking Sicherheitscheck: BodenankerZuerst werden die Bodenanker geprüft. Dabei schauen wir, ob sich einige der Eisennägel gelockert haben. Sollte dies der Fall sein, werden diese mit einem Hammer erneut fest in den Boden geschlagen. Dieser Schritt ist notwendig, da beim Schaukeln sehr hohe Kräfte wirken und die Schaukeln einen stabilen Stand erfordern.

    Drahtseile

    Kiiking Sicherheitscheck: DrahtseileDie Drahtseile stellen die direkte Verbindung zwischen den Bodenankern und der Schaukel her. Diese müssen zu jeder Zeit stramm gespannt sein, damit die Schaukel sich während des Schaukelns nicht bewegt. Der Instruktor prüft daher alle 8 Drahtseile, jeweils die 4 Montagedrähte, die an den Seitenpfosten angebracht sind, sowie die 4 Arbeitsdrähte an der Spindel. Sind diese zu locker, werden sie sofort nachgespannt.

    Seitenpfosten

    Kiiking Sicherheitscheck: SeitenpfostenSobald die Bodenanker und die Spannung der Drahtseile geprüft wurden, schauen wir uns das Ergebnis an den Seitenpfosten an. Hier ist es nun wichtig, dass die Schaukel nicht nur fest, sondern vor allem auch grade steht. Das überprüfen wir recht einfach mit der Wasserwaage. Etwaige Schiefstände können über die Drahtseile nachjustiert werden. Dazu muss entsprechend eine Seite etwas gelockert und die entgegen liegende Seite festgezurrt werden.

    Verstellstifte

    Kiiking Sicherheitscheck: VerstellstifteNachdem wir den Stand der Schaukel sichergestellt haben, schauen wir uns noch den inneren Teil der Schaukel an. Da die Schaukeln aus Teleskopstangen bestehen, müssen wir hier darauf achten, dass alle 4 Verstellstifte ordnungsgemäß angebracht sind. Diese müssen vollständig und auch bis zum Einrasten in der Schaukel montiert sein. Dies verhindert, dass die Teleskopstangen sich während des Schaukelns lockern oder zu sehr wackeln.

    Sicherheitsbänder

    Kiiking Sicherheitscheck: SicherheitsbänderDer letzte Schritt in unserer regelmäßigen Überprüfung richtet sich an die Sicherheitsbänder, an denen unsere Schaukler mit den Händen befestigt werden. Damit diese sich während des Schaukelns nicht an den Schäften verschieben, müssen die Feststellklemmen fest angeschraubt werden. Sofern wir die Sicherheitsbänder für unsere ganz kleinen oder großen Schaukler verstellen, überprüfen wir dabei auch jedes Mal, dass die Feststellklemmen fest genug verzurrt sind.

    Festbinde- und Schaukeltechnik

    Festbindetechnik

    Ein Schaukler sollte von einem Kiiking-Instruktor, der eine entsprechende Ausbildung erhalten hat, an der Kiiking-Schaukel befestigt werden. Es werden immer zuerst die Hände und anschließend die Füße befestigt, da der Schaukler ansonsten einem unnötigen Verletzungsrisiko ausgesetzt ist.
    Hände: Das Sicherheitsband, was an der Sicherheitsklemme befestigt ist, sollte auf Brusthöhe des Schauklers angebracht sein. Es wird eine dem Handgelenk des Schauklers größenangepasste Handgelenksschlaufe durch das Sicherheitsband gedrückt und diese anschließend um den Schaft gelegt. Nun muss der Schaukler seine Hand zuerst durch den hinteren Teil der Handgelenksschlaufe führen und nach Anziehen ebenfalls durch den vorderen Teil. Der Schaukler soll den Schaft so niedrig wie möglich greifen.
    Füße: Die 1997 von Rein Lepiku entwickelte Fußbindetechnik ist eine weitere Sicherheitsvorkehrung, die das Kiiken zu einer sicheren Sportart machen. Dafür werden die Füße schulterbreit und parallel zueinander auf dem Schaukelbrett ausgerichtet (senkrecht zum Schaukelbrett). Es wird ein Fußgurt pro Fuß verwendet. Das Ende des Fußgurtes mit dem Metallverschluss wird auf der Innenseite des Fußes von unten mittig durch die beiden Dielen des Schaukelbretts geführt. Es muss darauf geachtet werden, dass der Clip des Metallverschlusses immer vom Schaukelbrett (bzw. dem Fuß) weggerichtet ist. Anschließend wird der Fußgurt über den Fuß und auf der Außenseite des Fußes wieder mittig durch die beiden Dielen des Schaukelbretts nach unten geführt. Nun wird das Ende des Fußgurtes nach vorne gezogen und über die vordere Diele des Schaukelbretts zur Ferse geführt. Nun wird der Fußgurt um die Ferse gelegt und anschließend diagonal über das Sprunggelenk. Schließlich wird er wieder mittig durch die beiden Dielen des Schaukelbretts nach unten geführt. Am hinteren Rand des Schaukelbretts wird der Metallverschluss abgelegt. Der Metallverschluss muss immer noch vom Schaukelbrett weggerichtet sein. Eventuell muss die Ausrichtung des Fußgurtes angepasst werden, wenn die Länge nicht ausreicht oder der Metallverschluss deutlich über den hinteren Rand des Schaukelbretts gelegt werden kann. Der Vorgang für das andere Ende des Fußgurtes erfolgt analog. Es wird mit dem Schritt begonnen, in dem der Fußgurt von unten nach vorne herangezogen wird. Es muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass der Fußgurt dem Schaukelbrett glatt anliegt und nicht verdreht wird. Zuletzt wird das zweite Ende des Fußgurtes noch einmal über das Sprunggelenk hin zum Metallverschluss auf der anderen Seite geführt. Der Metallverschluss wird mit einem Daumen geöffnet und das andere Ende des Fußgurtes hindurchgeschoben. Anschließend wird der Fußgurt strammgezogen. Es kann helfen, die seitlichen vorderen Stränge von unten nach oben zu ziehen und die diagonalen Stränge, die über dem Span liegen, anschließend vom Sprunggelennk nach unten zu straffen. Zum Schluss wird der Fußgurt erneut festgezogen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Fußgurt nicht zu fest anliegt und dem Schaukler Schmerzen verursacht. Der zweite Fuß wird analog mit einem zweiten Fußgurt festbebunden.
    Hände und Füße eines Schauklers müssen immer gesichert sein! Das ungesicherte oder nicht ordnungsgemäß gesicherte Schaukeln auf einer Kiiking-Schaukel ist verboten!

    Schaukeltechnik

    Um Schwung zu kriegen, muss der Schaukler am obersten Wendepunkt in die Hocke gehen. Auf halbem Weg nach unten sollte er beginnen sich gerade aufzurichten, bevor er zwischen den Seitenpfosten durchschaukelt. Die Squats müssen sowohl vorwärts als auch rückwärts durchgeführt werden, um Schwung zu gewinnen. In der Vorwärtsbewegung muss der Schaukler an der obersten Stelle mit gebeugten Armen und gesenktem Kopf stehen, so dass er sich zwischen den Schäften befindet. In der Rückwärtsbewegung sollte der Schaukler an der obersten Stelle die Arme strecken und auf die Spindel schauen. Der Körper sollte die ganze Zeit so grade wie möglich bleiben.